Bundesfreiwilligendienst

Bufdis von Beginn an im Team der Kita „Laerer Löwenzahn“

Im Jahr 2011 hat er den Zivildienst abgelöst und das FSJ und das FÖJ ergänzt: der Bundesfreiwilligendienst. Auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend heißt es über die Aufgaben des BFD: „Das freiwillige Engagement im Bundesfreiwilligendienst soll soziale, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl stärken.“

 

Die Kita Laerer Löwenzahn hat sich von Beginn an für diese Förderung des sozialen Engagements eingesetzt. Gleichzeitig sind die Bufdis, wie die BFDler oft liebevoll genannt werden, stets auch eine wichtige Bereicherung im Alltag der kleinen Elterninitiative.

 

Jessica Kottmann ist seit dem letzten Sommer in der Kita. „Nach der Schule brauchte ich noch ein wenig Bedenkzeit, um mich für einen Beruf zu entscheiden. Da mir die Arbeit mit Kindern schon immer viel Freude gemacht hat, bin ich in die Kita Löwenzahn gekommen, wo es mir sehr gut gefällt“, erzählt die 19-Jährige.

Sie ist Teil des Teams, wenn es mit den Kindern in den Wald geht, wenn für die Kleinen Turnen auf dem Programm steht oder wenn der eine oder die andere Hilfe beim Basteln braucht.

Natürlich ist Jessica auch in den Kitaalltag eingebunden: Matschhosen anziehen, Kinder ins Bett bringen, das Essen vorbereiten und aufräumen gehören zu den täglichen Herausforderungen. „Auch wenn ich beruflich nun eine ganz andere Richtung einschlage, habe ich meine Entscheidung, ein Jahr BFD in der Kita zu machen, auf keinen Fall bereut. Ich habe vieles gelernt, was mir auf meinem weiteren Weg hilft“, resümiert Jessica ihre Erfahrungen. „Und außerdem ist es wirklich spannend zu sehen, wie sehr sich die Kinder im Laufe eines Jahres entwickeln.“

 

Milena Tombrink dagegen ist im sozialen Bereich geblieben. Sie war die erste BFDlerin im Löwenzahn und macht nun eine praxisintegrierte Erzieherinnenausbildung (PIA), bei der sie drei Tage in der Woche in der Kita ist. „Wie Jessica brauchte ich nach der Schule ein wenig Zeit, um mir darüber klar zu werden, welche berufliche Richtung ich einschlagen will. Im Löwenzahn habe ich sehr schnell gelernt, wie vielseitig der Erzieherinnenberuf ist. Und ich habe erlebt, mit welcher Freude man seinen Beruf ausüben kann“, blickt Milena zurück.

Sie schätzt vor allem auch die Arbeit in Form der Elterninitiative. Der enge Kontakt zwischen Kindern, Eltern und Erzieherinnen führe zu einer fast  familiären Atmosphäre. Das wiederum komme der Arbeit mit den Kindern der kleinen Einrichtung zugute.

 

Milena würde ein Jahr im BFD jedem empfehlen: „Ich wurde von Beginn an als Teammitglied gesehen. Daher habe ich in meinem BFD-Jahr eine professionelle Perspektive auf die Arbeit mit Kindern gewinnen können und wusste, was auf mich zukommen würde. Mein Jahr als BFDlerin hat mir die Berufsfindung auf jeden Fall erleichtert. Ich weiß jetzt, was ich will.“

Die Erzieherinnen freuen sich ihrerseits über die tolle Unterstützung. „Wir begleiten die BFDlerinnen durch regelmäßige Anleitungsgespräche und versuchen, unsere Bufdis bestmöglich durch das Kitajahr zu begleiten“, ergänzt die Kita-Leiterin Martina Kuske.

Und die Kinder? Sie lieben ihre Bufdis und machen ohnehin keinen Unterschied zwischen Erzieherinnen und BFDlerinnen.

 

Fotos:

 

Jessica Kottman (mitte), unsere diesjährige BFDlerin mit den Kindern beim Frühstück im Wald Milena Tombrink, unsere ehemalige BFDlerin und jetztige Auszubildende mit  Kindern im Garten
<
>
Jessica Kottman (mitte), unsere diesjährige BFDlerin mit den Kindern beim Frühstück im Wald